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#51 Abschied von Athen: Meine Griechenland-Bilanz

10.05.2026 50 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser besonderen Folge von Yiasas Adenauer blickt Marian Wendt, Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung für Griechenland und Zypern in Athen, zum Abschied auf dreieinhalb intensive Jahre in Griechenland zurück. Im Gespräch mit Ronald Meinardus geht es um persönliche Erfahrungen, politische Einblicke und die Frage, warum Griechenland für Deutschland und Europa heute wichtiger ist denn je.

In dieser besonderen Folge von Yiasas Adenauer blickt Marian Wendt, Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung für Griechenland und Zypern in Athen, zum Abschied auf dreieinhalb intensive Jahre in Griechenland zurück. Im Gespräch mit Ronald Meinardus geht es um persönliche Erfahrungen, politische Einblicke und die Frage, warum Griechenland für Deutschland und Europa heute wichtiger ist denn je.


Marian Wendt spricht über seinen Weg vom Deutschen Bundestag nach Athen, seine Arbeit für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Begegnungen mit Politik, Gesellschaft und Zivilgesellschaft sowie über die deutsch-griechischen Beziehungen. Dabei geht es auch um Griechenlands Rolle als sicherheitspolitischer Stabilitätsanker, die Entwicklung der Regierungspartei Nea Dimokratia, die Arbeit politischer Stiftungen und die Frage, was Deutschland von Griechenland lernen kann.

Zum Abschied wird es persönlich: Was bleibt nach dreieinhalb Jahren Athen? Welche Begegnungen prägen? Welche Herausforderungen bleiben? Und welche griechische Insel ist eigentlich Marians Lieblingsinsel?

Themen der Folge:
  • Abschied von Athen und persönliche Griechenland-Bilanz
  • Dreieinhalb Jahre KAS-Arbeit in Griechenland
  • Deutsch-griechische Beziehungen im Wandel
  • Griechenland als sicherheitspolitischer Partner Europas
  • Politische Netzwerke, Nea Dimokratia und europäische Zusammenarbeit
  • Engagement der Malteser und Einblicke in das griechische Rettungswesen
  • Die Zukunft des griechischen Programms der Deutschen Welle
  • Ausblick auf Marians neue Aufgabe in Ramallah / Jerusalem

Gesprächspartner:
Marian Wendt und Ronald Meinardus


Produktion:
KAS Athen / Studio Schumann Leipzig

Transkript

Wie hat sich Griechenland im letzten dreieinhalb Jahren verändert? Warum ist die Region viel wichtiger für Europa als viele denken? Und was ist überhaupt meine Lieblingsinsel in Griechenland? Damit: herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge von Yiasas Adenauer, dem Podcast für Griechenland und die Region. Es ist Freitag, der 1. Mai, 8.40 Uhr morgens. Ich sitze hier mit meiner Frau im Flughafen in Athen. Gleich geht es zurück nach Berlin. Unsere Ausreise steht kurz bevor. Die letzten Koffer sind gepackt, die Wohnung ist leer, die letzten Gespräche geführt. Und während draußen die Maschinen starten und landen, bleibt für uns ein Moment, um zurückzublicken. Dreieinhalb Jahre Griechenland. Dreieinhalb Jahre zwischen Politik, Krisen, Freundschaften, orthodoxem Osterfest, dem Besuch auf Berg Athos, langen Gesprächen über Europa und unzähligen begegnenden Menschen, die dieses Land geprägt haben. Wir haben ein Griechenland erlebt, das sich verändert hat, wirtschaftlich stabiler, außenpolitisch selbstbewusster und sicherheitspolitisch zu einem echten Anker Europas geworden. Gleichzeitig aber auch ein Land, das weiter mit großen Herausforderungen kämpft. steigende Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel, Migration und die Frage, wie junge Menschen ihre Zukunft sehen. Und vielleicht ist das die größte Erkenntnis in dieser Zeit. Griechenland lässt niemanden neutral zurück. Dieses Land bewegt Menschen, dieses Land hat uns bewegt. Mit seiner Geschichte, mit seiner Kultur, mit seiner Herzlichkeit, aber auch mit seinen vielen Widersprüchen. In dieser Folge wird es deshalb etwas persönlicher. Keine klassische Analyse, keine reine Nachrichtenfolge, sondern mein ehrlicher Rückblick auf dreieinhalb intensive Jahre in Griechenland. Was hat mich überrascht, welche Begegnungen bleiben für mich, welche Momente werde ich nicht vergessen? Darüber spreche ich heute in dieser besonderen Ausgabe, nämlich mit Ronald Meinardus, der mich während einer Veranstaltung Anfang April mit dem Verein Philadelphia 1837 e.V. interviewt hat. Und dieses Gespräch haben wir aufgezeichnet. Bleibt also dran. Schön, dass ihr dabei seid und herzlich willkommen bei der 51. Ausgabe von Yiasas Adenauer, dem Podcast für Griechenland und die Region. Ich bin insofern ganz erfreut, dass das stattfindet, weil ich der Meinung bin, dass Marian Wendt eine für die deutsch-griechischen Beziehungen ganz interessante Geschichte zu erzählen hat. Und am Ende des Tages ist Philadelphia ein deutsch-griechischer Verein und in diesen vielen Jahren seiner Geschichte hat es ganz interessante Geschichten gegeben und da passt, glaube ich, der Marian ganz gut ein. Ich beeile mich jetzt mit einer Bewertung, die wir noch vielleicht hinterfragen können. Ich bin der Meinung, als politisch interessierter Beobachter, dass kein Deutscher das Innenleben der griechischen Regierungspartei, Nea Dimokratia, heute so gut kennt wie Marian Wendt, unser Gesprächspartner. Und das ist natürlich auch eine wunderbare Gelegenheit, mal seine Einblicke zu erfahren und auch mal so ein bisschen zu hinterfragen, wie das kommt. Und dann, das Thema geht ja ausweislich der Einladung ja auch um die deutsch-griechischen Beziehungen. Auch da bin ich der Ansicht oder der Überzeugung, wir kennen uns relativ gut in den letzten drei Jahren, dass wenige das deutsch-griechische Verhältnis aus einer Innensicht so gut kennen wie Marian. Das liegt auch daran, dass ein Netzwerker ist und sehr gut politisch verdrahtet ist, hier in Griechenland, aber auch in Deutschland. Und letztendlich, das wird jetzt ein bisschen, da werden wir noch mal nachfragen müssen, die auf den Zahn fühlen. Du fällst mir schon auf als ein deutscher Offizieller, offiziell, Offizieller, also ein Vertreter einer deutschen Institution. der zum Teil sehr pronunziert nationale griechische Positionen einnimmt und die auch kommuniziert. Und man soll vorsichtig sein mit Superlativen. Ich kenne keinen offiziellen Deutschen, du kannst sagen, ich bin nicht offiziell, ich bin NGO, aber ich sage es einfach mal so, der zum Teil zum Beispiel in der Zypern-Frage, aber auch in dem griechisch-türkischen Ding sich so pronunziert äußert. Also das alles jetzt vorwegnehmend. Insofern ist Marian ein wirklich ganz interessanter Gesprächspartner und ich hoffe am Ende werden sie mir zustimmen. Ich hatte mir drei Themenkomplexe vorgestellt, deine persönlichen Beziehung zu Griechenland und seinen Menschen, damit wir den Menschen Marian Wendt kennenlernen. Dann wollen wir über die Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen und über die politischen Stiftungen in Griechenland insgesamt, aber auch das Institut der politischen Stiftung, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Faktor auch in den deutschen Außenbeziehungen ist. Das kostet den Steuerzahler viel Geld. Und dann über die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland. Das sind so die drei Schwerpunkte. Und wir fangen gleich an. Du bist seit Oktober 2022 hier Projektleiter. Vorher warst du für acht Jahre Mitglied des Deutschen Bundestags für die CDU. Und ich habe so ein bisschen recherchiert. Mir ist da nicht aufgefallen, dass du in einer besonderen Beziehung oder eine besonders erkennbare Beziehung zu Griechenland warst. Wann hast du erstmals Interesse verspürt? Und wie kam es, dass du auf einmal hier als Projektleiter nach Athen entsandt wurdest? Also vielen herzlichen Dank, die Liebe Ronald, vielen lieben Dank an den Vorstand, an die Mitglieder und an dich Valentin vom Philadelphia -Verein, dass ihr mich eingeladen habt, dass ihr gerne über mich und die Konrad-Adenauer-Stiftung unsere Arbeit kennenlernen wollt, das freut mich wirklich sehr. Und ich hoffe auf einen wunderbaren Abend mit vielen Gedanken zu Deutschland, Griechenland und wiederum neuen Impulsen. Ja, man muss vielleicht ein bisschen natürlich ausholen. Also ich habe mich entschieden nicht mehr über den Bundestag zu kandidieren, weil ich dachte mit 35 muss man mal was anderes gemacht haben im Leben als nur den Bundestag gesehen zu haben. Ich hatte schon gearbeitet vorher im Bundestag, wurde dann gewählt als Abgeordneter für Nordsachsen und auch verschiedene andere Gründe dazu führten, jetzt mal einen Stopp zu machen. Und dann kam die Frage, die Adenauer-Stiftung, wir waren in Kontakt gekommen, weil ich schon viel für die Adenauer-Stiftung als Abgeordneter natürlich aktiver war. Und dann kam so ein bisschen das Thema, ja, wenn sie nicht mehr im Bundestag sind, dann kommen sie ja zu uns. Mehr im Spaß, mehr im Ernst, so wie man das manchmal so sagt. Und dann war das ein bisschen die Frage und dann sind wir aufeinander zugegangen. Und dann hatte ich gesagt, ich kann mir das doch gut vorstellen, auch für die Adenauer-Stiftung zu arbeiten, ich glaube wir passen gut zusammen. Und hatte dann mich auch gesagt, wo ich mich thematisch auskenne in der Region, Balkan, mittelöstlicher, Mittelmeerraum, Nahost, Italien, mittlere Osten, so die Bereiche. Das würde mich, glaube ich, interessieren, wenn das klappen sollte. Und dann kam die Frage, ob ich mir Athen vorstellen könnte. Und ohne vielleicht deine Frage auch zu wegzugreifen, 2020, 2022 hatte ich natürlich wenig Blick von Athen, von dem Leben hier. Ich war vor, meine erste Berührungspunkte mit Griechenland war Staatsschulden in der Finanzkrise, Abgeordnete 2013. Das heißt, die Historiker konnten uns wissen, da war das dritte Griechenland -Rettungspaket im Sommer 2015 zur Entscheidung an. Und ich habe damit Nein gestimmt. So, das steht ja nachweisbar, da brauche ich ja nicht um den heißen Brei herumreden. Das ist so. Hast du hier aber kein großes Thema draus gemacht, oder? Und im Nachhinein ist er noch schlauer. Das ist auch ganz klar. Für mich war damals nicht vorstellbar, wenn man schon zwei Rettungspakete auch hatte, schon so viele Maßnahmen, dass nur ein Drittes … Gemäß dem Motto, alle guten Dinge sind drei, dass es jetzt klappt. Und vor allen Dingen auch nicht in die politische Führung hatten wir aus der damaligen Sicht in Deutschland. Ja, in Deutschland, von der Unionsfraktion vor allen Dingen, es gab ja 50 Nein -Stimmen bei diesem Paket. Das muss man sagen, das war ja nicht eine Einzelmeinung von Marian Wendt, das war ja schon auch eine große, auch von der breiten Wissenschaft. Nur dein Magen oder ist das die Anlage? Nee, das ist die Anlage, ein bisschen. Aber ist kein Problem. Vielleicht bin ich zu nah dran. Und da hatte man wenig Verständnis für die politische Situation und keinen Zutrauen in diese Regierung von Alexis Tsipras. Das ging natürlich auch um Verantwortung. Und da war mein erster Beruhigungspunkt mit Griechenland. Ich bin in der ehemaligen DDR geboren, 1985, viele alt-, viele elenische Gymnasien gibt es da nicht. Muss man auch dazusagen, Latein ist das höchste der alten klassischen Sprachen, was man lernen kann in Sachsen. Und wenig Griechen gibt es auch in Sachsen, weil wir die klassischen Gastarbeiter in Ostdeutschland nicht haben. Es gibt natürlich mittlerweile vier griechische Restaurants in meiner Heimatstadt Thurgau, aber mehr gab es nicht. Und dann haben wir meine Frau und ich, wir hatten mal meine jetzige Frau, damalige Partnerin. Wir sind dann auch, wir hatten mal eine Reise natürlich gemacht nach Griechenland. Vorne ab, vorweg sozusagen, also ohne dass klar war, dass es Griechenland wird, aber wir kannten so ein bisschen Griechenland natürlich, aber sonst hatte ich noch wenig Berührungspunkte mit Griechenland. Und ich kann sagen, es war eine Erfahrung auf jeden Fall. Gut, da kommen wir gleich zu. Aber bevor du nach Griechenland gekommen bist, gleich nachdem du aus dem Bundestag ausgeschieden bist, hast du noch eine Sanitäter -Ausbildung gemacht. Genau, ich bin … Kannst du darüber mal was sagen? Ja. Das ist ja schon, sagen wir mal, ein Wechsel, ne? Ja, also … also, als ich aus dem Bundestag ausgeschieden bin und habe mich entschieden, ich wusste, es war klar, dass es Griechenland wird, da lag dann ein Jahr dazwischen. Und diese Zeit habe ich genutzt. Also ich bin erstmal über den Atlantik gesegelt. Ich bin ja Segler, dadurch kannte ich auch schon mal vorher Griechenland. Und sowas kann man nicht machen. Mal sagen, ich bin mal fünf Wochen weg, wenn man Abgeordneter ist oder ein Job ist. Da braucht man irgendwann mal im Leben so eine Phase, wo man dann mal so … Ein Sabbatical hat da irgendwie so ein Off -Zeit, ja, wie man sagen. Und da bin ich im Rahmen von der Atlantic Rally for Cruisers mit einer Crew über den Atlantik gesegelt. Und das war eine sehr spannende Erfahrung, also ich kann das jedem nur mal empfehlen, auch zu machen. Vielleicht seglerisch natürlich, klar, ist es eine Herausforderung. Aber nicht so sehr, weil man ja quasi dann ab einem gewissen Punkt, wir sind von den Kanaren, wenn Sie sich das vorstellen, so südwestlich runter Richtung den Kapverdischen Inseln, dann biegt man auf die Passatroute ein. Dann kommt der Passatwind von der Sahara, der bläst im Herbst, bläst der quasi konsequent rüber in Westen. Ja, und dann fährt man auf dieser Windstraße quasi mit den Wellen, fährt man einfach rüber. Also wir haben zwölf Tage lang die Segel gar nicht verändert, der Wind kam von hinten, dann hat man die Segel so breit gemacht. Und wie lange wart ihr unterwegs? Wir waren 20 Tage, sechs Stunden unterwegs. Und wie viele Menschen an Bord? Wir waren 8 plus 1, also acht Crew und ein Skipper. Und dann geht man wache, dann hat man Rhythmus und das ist schon eine Herausforderung, fand ich schon, weil du nicht mehr richtig schläfst irgendwann mal, du wirst dann nach zehn Tagen irgendwann unruhig natürlich, also so, wenn man nur vier, fünf Stunden am Stück immer schläft, dann schaukelt das, ich hatte vorne die Bugkabine, dieser Doppelstockbett, die Koje, ich hatte auch so eine Halterung, dass ich, wenn das Boot kränkt, dass ich nicht runterfalle. Ja, also das ist dann schon auch irgendwann, nach zwanzig Tagen ist es dann nochmal gut, kann man meinen, ja, ich bin nicht seekrank, aber zwischendurch habe ich auch mal eine Vomax genommen, weil doch diese Querwellen, die dann kamen ab und zu, die schaukeln das Boot durcheinander und wenn man dann halt nicht richtig schlafen kann, irgendwann, das zerrt so ein bisschen ein, es war eine gute, eine gute seemannschaftliche Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Und dann wollte ich eine Rettungssanitäter, da habe ich eine Rettungssanitäterausbildung gemacht. Im Januar 22, das hatte ich auch schon früher vor mir, ich hatte diese Blaulichtbereiche immer interessiert. Und ich bin ja quasi, im Bundestag habe ich Innenausschuss gemacht, also von oben sozusagen, Katastrophenschutz, Bevölkerungsschutz, und ich wollte das aber auch praktisch erleben und wirklich bei den Leuten sein. Und ich habe das im Nachhinein, und ich muss sagen, das ist wirklich eine sehr ehrliche Arbeit, weil, also wenn man im Rettungsdienst unterwegs ist und die Menschen haben einen Herzinfarkt, ein monastromatischer, aber denen geht es einfach schlecht. Die brauchen jetzt Hilfe. Die Leute verstellen sich nicht. Die Leute können doch zu Hause nicht aufräumen. Wenn sie Besuch haben, dann kann man mal aufräumen, dann macht man das schön und jeder Streit ist vergessen. Aber als Mensch, wenn ich krank bin und die Angehörigen sind auch aufgeladen, die sind alle ganz klar raus, ja, da ist nichts verstellter, das ist sehr ehrlich und das ist eine sehr, sehr nahbare Arbeit, und das geht natürlich in einen Minutentakt, das war in Berlin. Und das ist so dein humanistischer Impuls. Darum bist du auch in der CDU, oder? ob humanistisch oder das ist einfach, ich finde das sehr, also ich fand das erstmal sehr, sehr praktisch. Also in der Politik ist ja immer so, da beschließt man Gesetze, dann hat das irgendeine Wirkung, aber dort, wenn ich dort jemanden helfe, hat man sofort auch die Resonanz und sofort auch eine Reaktion, ja. Also in deiner Website gibst du erst dein Motto an, sag's. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es, ja. Genau, von Erik Kessner. Und was ich schon interessant fand, was ich auch bemerkenswert fand und ja, sehr bemerkenswert, dass du hier dann auch die Malteser, da muss man sagen, wieso Malteser, nicht Johanniter, aber Malteser und hier dann auch aktiv geworden bist, ne? Ja, also ich hatte so ein bisschen, ich hätte schon zu Jorwana gesagt damals, ich muss dann, das macht, also wenn sie diese Blaulichtwebe haben und so ein bisschen auch Rettungsdienst fahren, ich hätte dann gesagt, ich muss gucken, dass ich in Krisen auch irgendwie Rettungswagen fahre, weil das ist ein... Das klingt ein bisschen hart, weil das natürlich Menschen brauchen, Hilfe etc., BP, aber das ist für einen selber und auch für das ganz konkrete Tun, was sehr konkret ist und das ist wirklich was Erdendes. Ich dachte, ich muss mir auch irgendwie einen Weg finden, da ein bisschen mitzuhelfen, mitzumachen, auch drin zu bleiben im System von Fähigkeiten her. Und der Ralf Piontek, der arbeitet an der Deutschen Botschaft, ist ja sehr in der katholischen Gemeinde auch unterwegs, der ist in Malteser gewesen in Berlin und hat hier die Malteser-Projekt in meiner deutschen Schule mitbegleitet. Und er hat dann herausgefunden, dass es eine Art in Gründung befindliche Ortsgruppe, möchte man so sagen, hier gibt und hat mich da sozusagen hingebracht und das hat dann gematcht mit der Botschaft des Orden von Malta, die eben so 2023 wieder anerkannt wurden oder erstmalig anerkannt wurden vom griechischen Staat und dann haben mich im Kern so ein bisschen hat sich das dann gefunden, die weil es hier keine Ordensleute gab. Das müssen also von außen Ordensleute machen, von den Malteser-Orden, die das hier aufbauen. Die haben mich dann gebeten, weil die haben gesehen, wir haben so eine gute Gruppe, ob ich das ein bisschen mitführen kann und dass man so eine Art ehrenamtliche Struktur etablieren könnte, so wie das vielleicht man sich natürlich in Italien, in Deutschland vorstellt. Aber das ist natürlich eine andere Mentalität, also das muss man erstmal etablieren. Aber das war natürlich eine sehr konkrete Arbeit. Also wir sind unser Haupteinsatzfeld. Unser Hauptprojekt war hier, ist hier immer noch, auch heute Abend, Dienstag sind sie wieder unterwegs. Obdachlosenhilfe, also Wasser geben, Nahrung geben, aber auch medizinische Betreuung. Und als Rettungssanitäter war ich immer der medizinisch Verantwortliche in der Gruppe. Das heißt, im Kern haben wir hier, also reden wir über offene Wunden von Obdachlosen, von drogenabhängigen Menschen, die schwierig natürlich sind, die natürlich einen entsprechenden Geruch verursachen. Wir sprechen von Verletzungen, die dann keiner behandelt, also von Fingerbruch. Wir sprechen von ein Asthma, das unbehandelt ist, einer COPD, eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, also eine Lungenkrankheit. Und da lernt man natürlich das Straßenleben kennen, auch das griechische Gesundheitssystem, weil sie ja wissen, was sehr schwierig ist an dieser Stelle. Und also ich habe mittags mit dem Ministerpräsidenten gegessen und abends auf dem Omonia-Platz die Beine verbunden. Und vor zwei oder drei Worten hattest du hier eine hochrangige Delegation aus Sachsen, der Gesundheitspolitiker aus dem Landtag von Sachsen. Das war auch alles sehr interessant. Da kommen wir gleich noch zurück, noch mal so ein bisschen zurück. Nach acht Jahren Bundestag, 2022 hast du da den Abschied genommen aus der aktiven Politik, ne? Genau. Und als junger Emporkömmling bei der CDU, als Talent, sag ich mal, wann planst du denn wieder hauptamtlich in die Politik zurückzukehren? Also Politik kann man nicht planen. Ich habe auch nie geplant nach Griechenland gekommen. Also man so will. Ich wusste vor zehn Jahren nicht, dass ich hier mal sitze. Und ich wusste ja 2006 nicht, dass ich in meinem Bundestag sitze. Das war ja... Das ist schwierig zu planen, das ergibt sich, glaube ich, auch im Leben und so ein bisschen mein Lebenslauf. Also ich habe jetzt, ich wusste nicht mit elf, dass ich mal Pilot werde, bei der Lufthansa habe ich dann die Ausbildung, mit den 40 Jahre Pilot. Und wie man das als kleiner Junge vielleicht, ja, ich will Feuerwehrmann werden, weil mein Vater schon Feuerwehrmann war und dann macht man das. Das war nie, ich meine, ich bin ja eh mal in der DDR geboren, für meine Eltern war das, als sie in Washington vom Weißen Haus standen 2009, als wir da waren, da war das für die ein Ding der Möglichkeit. Die sind ja sozialisiert in einem Land, wo ja das Weiße Haus so ungefähr wahrscheinlich war wie ein Flug zum Mond. Ja, also das klingt immer so lachhaft, aber das muss man sich immer ein bisschen vorstellen. Und auch für mich, ich komme aus einem Elternhaus, mein Vater ist Polizist, meine Mutter ist Heilpädagogin, ich war der erste in der Familie, der studiert hat. Auch in meinem ganzen familiären Umfeld, auch in die Generation darunter, mein Opa war Orthopädie -Schuhmacher -Meister, meine Oma ist aus dem Sudetenland und deswegen war das ja alles gar nicht so planbar und dann plötzlich den Bundestag. Und auch in der DDR, die Erziehung, das merke ich immer wieder, ist so ein bisschen, man bewirbt sich nicht um Aufgaben, man bekommt die. Und dass wir die Problematik, was wir immer in Ostdeutsch auch heute noch spüren, warum gibt es so wenig Ostdeutsche, in Führungspositionen, weil man nicht dieses, wir wollen mal was machen, wir machen mal die Ellbogen ein bisschen breit, dieses, man wartet ein bisschen zurückhalten und dann wird das schon kommen. Aber jetzt gerade, wenn du jetzt diese Erfahrung hier hast in Griechenland und ich meine, ich habe dich ja beobachtet, es ging ja hier kaum ein Monat, wo du nicht irgendwelche Kollegen oder Parteifreunde, vielleicht übertreibe ich jetzt, aber noch sehr häufig hattest du hier Delegationen, auch von hochrangigen Politikern und das ist doch ein Netzwerk, das belastet ist, belastbar ist, für dich auch vielleicht nützlich irgendwann mal. Ja, natürlich. Also, erstens ist es unsere Aufgabe, Leute zusammenzubringen und zweitens lebt man, gerade in Griechenland, muss man immer jemanden kennen, der jemanden kennt. Oh, das ist ja immer problematisch, da kommt der Gleiche. Nein, aber natürlich hat die Arbeit im Bundestag eine große Freude, aber es ist, glaube ich, wenn man politisch tätig ist, wichtig, auch immer wieder andere Bereiche zu sehen und festzustellen, dass Politik nicht nur im Bundestag gemacht wird, dass man auch mal aus der Berliner Blase rauskommt, auch mal einen anderen Blick auf Europa bekommt und ich glaube, in Griechenland bekommt man in sehr gut diesen anderen Blick auf Europa, auch gerade zwischen den Welten und von daher wird man sehen, wo wir in Und das ist, glaube ich, das Spannende, wir alle sind ja irgendwie aktiv und deswegen sind sie in den Verein und sind heute Abend hergekommen und gucken nicht von dem Fernseher und regen sich über irgendwas auf, sondern sie wollen etwas verändern, sie wollen etwas Gutes tun und das treibt mich mal irgendwie so an. Und das ist ja auch unsere Verantwortung auch vor Gott und den Menschen einfach, dass man das sinnvoll draus macht. Also ich hatte gesagt, dass ich der Meinung bin so auch aus den Gesprächen, die wir hatten und wenn ich dich so sehe mit griechischen Politikern, ich kenne keinen Deutschen, der so gut vernetzt ist mit der Nea Dimokratia und die Zugänge hat. Hast du auch gerade so angedeutet, lunch, lunch, Mittag, Mittagsessen mit Mitsotakis und abends verheiligt dort die Kranken. Das hat mich schon sehr, sehr, es ist typisch Marian Wendt und es ist keine Übertreibung. Nun ist die Regierungspartei, die Amerikaner würden sagen, ein deep shit. Vielleicht ist das eine Übertreibung. Wie würdest du dann, wenn du jetzt der zentrale Bericht ist, hast du gerade gemacht, aber jetzt diesem Publikum in wenigen Sätzen mal sagen, wie ist die Situation der Partnerpartei Nea Dimokratia in dieser Situation? Die Nea Dimokratia ist unter Druck, das merkt sie, und es gibt für sie den großen Vorteil, dass es keine Konkurrenz gibt. Es ist ein konkurrenzloser Markt, und da man ja bei Wahlen etwas wählen muss, wählen immer noch ein Drittel, wir würden aktuell umfragen, ich habe heute noch mal eine nachgelesen, 33 -34 % der Griechen die Nea Dimokratia wählen. Und in jeder politischen Partei ist am Endeffekt entscheidend für die Machtverhältnisse, wer bringt die meisten Mandate nach Hause, mit wem gewinnen wir. Das ist die Währung, die am Ende des Tages immer zählt. Punkt. Die Partei ist unter Druck, besonders auch natürlich gerade in Griechenland, wo das Partei -System sehr auf die Person des Vorsitzenden, in dem Fall auch des Ministerpräsidenten, zugeschnitten ist, noch schwieriger, und da würde ich sagen muss man jetzt die Situation abwarten. Ich glaube, ich sage das mal so ein bisschen ungeschützt. Und das tut mir vielleicht sogar auch ein bisschen leid, wenn ich das sage, aber ich glaube dieser OPEKEPE-Skandal zum Beispiel jetzt gekommen ist, der wird die Leute nicht abheben. Weil ich habe das Gefühl, dass viele Griechen einfach so, naja, das kennen wir doch. Das ist ja nichts Neues, ja. Das muss man ja erstmal so feststellen. Also normalerweise hätte so ein Skandal, wenn da am Freitag die Hälfte der, gefühlt die Hälfte der Regierung zurückdrücken muss, die Hälfte der Fraktion betroffen ist, dann würde die Umfrage von der Woche nicht nur minus 0,5 Prozent bei der Regierungspartei verursachen, der wäre in Deutschland minus 10 Prozent weg. Aber hier ist das so. Okay, auch wenn man sich die Zeitungslage dazu anschaut, dann kann man natürlich über Pressefreiheit nochmal reden, ja, aber es ist nicht, dass da nur fünf Artikel jeden Tag neu kommen und so fort und der und der. Da gibt es noch andere Themen, die sind wichtig. Also es hebt die Leute nicht so ab, wie man das vielleicht erwarten würde, wenn ich da jetzt berichte nach Deutschland. Und du siehst, als es ja riesige Diskussionen vorgezogen oder neu waren, das siehst du nicht. Da bist du eher entspannt. Also ich habe mit allen, denen ich spreche, ich stelle die Frage sehr oft auch unseren Gesprächspartnern, weil das natürlich unsere Wünsche ist, die wollen durchs Durchziehen. Und das wäre natürlich auch, glaube ich, das ist das Versprechen, mit dem Mitsotakis es angetreten ist. Und er versucht schon in seinen grundsätzlichen Sachen, die er beeinflussen kann, konsequent zu sein. Er hat jeden Abgeordneten, jeden Minister, der noch irgendwas falsch gemacht hat. Also wir erinnern uns an Notis Mitarakis, der 20, 23. vier Tage lang auf so einer Jacht unterwegs war, wo die Wald, wo die fahrende Wald drinnen war, sofort musste der gehen. Jeder, der nur irgendwie erwähnt wird und irgendein Protokoll, musste sofort gehen. Ja, das ist Makis Voridis, alle Leute müssen immer, das ist sehr konsequent. Und auch in der Nennung des Datums der Wahlen sagt, wir führen dieses Mandat vier Jahre zu Ende und erst dann wird gewählt. Und von da glaube ich an Wahlen im Frühjahr nächsten Jahres, das muss dann entschieden werden zwischen dem Ostertermin und so, dass die neue Regierung planmäßig dann ins Ankommen kann, wenn die Griechen im zweiten Halbjahr die Ratspräsidentschaft übernehmen. Und dann glaube ich, kann man auch noch die Erfolge, die auch aufgestuft sind in Griechenland, die auch funktionieren, prozessual auch dauerhaft. Das muss noch mehr verwachsen, glaube ich. In Griechenland wird das Ganze digital ausgegeben. Jeder Autofahrer gegen 70 Euro jetzt Gutschein, das wird einfach digital gemacht über ein Wallet bis Ende April. Da würden wir erst mal Prozesse denken, das wäre in drei Jahren nicht ausgezahlt, wenn man da 100 Euro geben würde jedem Bürger. Also muss man nochmal so überlegen und das ist ja positive… Aber du hast ja bemüht, die griechischen Reformerfolge in Deutschland spruchreif und hat es ja hier scharenweise Politiker und Minister auch hergebracht. Hat das irgendwas bewirkt? Also das hat… also erstens kann man objektiv feststellen, das Meinungsbild in Deutschland bei Griechenland ist ein anderes. Nur noch, vielleicht liegt das daran, dass die Deutschen immer nicht so sehr zurückschauen, sondern meistens nach vorne. Hat die Ebert -Stiftung untersucht. Wichtiger Hinweis. Nur 9 % der Deutschen haben ein Verbind mit Griechenland noch die Staatsschuldenkrise. Die Deutschen verbinden jetzt mittlerweile mit Griechenland natürlich Digitalisierung, Wirtschaftsaufschwung, Economist, natürlich die gute Sonne, das gute Wetter, die Menschen. Das Essen hast du vergessen. Das Essen auf veveos. Und das habe ich natürlich schon gemerkt 2022, dass das ein anderes Griechenland ist, ein Griechenland im Aufbruch. Und mein Ziel war es, wie es auch unsere Ziele sind, diese Dialogformate zu stärken und zu zeigen, das ist nicht mehr das arme Griechenland, was ja am Hundertuch oder am Tropf der EU nagt de facto. und die Hilfen brauchst, sondern das ist ein selbstbewusstes Land, was einen Plan hat mit der neuen Regierung und da sozusagen erstens den Entscheidungssträgern das in Deutschland zu präsentieren, aber auch diese Kontakte zu verknüpfen, das ist mir halt ganz wichtig einfach. Und dadurch entsteht natürlich irgendwann mal auch ein positiveres Bild in Deutschland, wenn immer mehr Leute positiv über ein Land berichten, die Presse, die Regierungsvertreter, die Parlamentsabgeordneten. Und das hat sich schon verändert. Das kann man objektiv festlegen, dass das Griechenland -Bild in Deutschland ein anderes Land gewonnen ist. Und da hat die Stiftung einen Beitrag geleistet? Also wenn ich so jetzt mikrosoziologisch, jetzt Andi, ich hatte ja häufig dann auch das Vergnügen da eingeladen zu werden und mit diesen Eingeladenen dann auch zu sprechen, die waren immer guter Dinge, die sind ganz geschwungen und ganz beherzt und zurückgereist. Oder war das irgendwie nur Vorzeigediplomatie oder war das schon? Wir haben ja Leute, die auch wiedergekommen sind, wir haben Leute, die auch Initiativenergriff haben. Und ich glaube, was wichtig ist, da ist die KAS ja nicht allein in diesem Bereich auch unterwegs, sondern viele, die Partnerschaften haben, Projekte auf der Vereinsebene, das Hippokratio-Feuerwehr, im deutsch-griechischen Jugendwerk, über die Botschaft, die anderen Stiftungen. Also jeder ist ja in seinem Bereich unterwegs und ich glaube, das muss man einfach auch immer wieder weitermachen. Weil mir ist das ja die zweite wichtige Säule, die wir haben, auch als Stiftung und Arbeit, dieses Vernetzen in Europa. Wir leben auf einem Kontinent, haben die ähnliche Herausforderung. Und wir müssen immer eine gemeinsame Lösung entwickeln. Wir können nicht als 27 Staaten jeder machen, was er will. Dann bricht der Laden auseinander und dann sind wir gar niemand mehr aus der Welt. Und jemand, der mit einer Frau verheiratet ist, die in Montenegro geboren ist, in Serbien, Italien aufgewachsen, in Deutschland, die Universitäten gemacht hat und deutsche Staatsbürgerin ist und wir jetzt verheiratet sind, habe ich natürlich doch einen gewissen europäischen Blick, würde ich sagen. Das freut mich sehr. Du hattest erwähnt, die anderen Stiftungen, du bist hier nicht allein auf Falter Flur, obwohl sehr erkennbar. Die anderen sind aber auch hier, die Ebert -Stiftung, die älteste deutsche Stiftung, die Hans -Seidel -Stiftung, mit der ihr ganz eng verbunden seid natürlich, die Rosa-Luxemburg -Stiftung, mit der ihr nicht so eng verbunden seid und die Heinrich-Böll -Stiftung, die in Thessaloniki zu Hause ist und auch eine wichtige Arbeit in dem Bereich Ich war selber hier, das war eine ganz andere Zeit, das war noch vor der Vereinigung oder gleich danach, ne, gleich danach war ich hier Vertreter der Friedrich-Naumann -Stiftung, die gibt es jetzt nicht mehr und Ich erinnere mich daran, dass wir als politische Stiftung so ein gewisses Maß in der Defensivhaltung waren. Also ihr seid politisch, ihr Politiker, ihr seid immer okay und dann eine Partei steht dahinter, okay. Und da kam immer so gleich der Vorwurf, ja ihr mischt euch ja hier ein und was habt ihr überhaupt hier für eine Legitimation. Das war damals sehr ausgeprägt. Hast du dieses Gefühl auch? Hast du da auch ein bisschen Misstrauen? Hast du auch ein bisschen da Opposition oder ist das entspannter? Nein, also dieser Vorwurf ist mir überhaupt nicht begegnet. Die Frage des verlängerten Arms der deutschen Regierung, die hier versucht Interessen zu vertreten, könnte man ja meinen. Das ist ja zutreffend. Das ist zutreffend, aber diesen negativen Touch glaube ich. Die Adenauer-Stiftung ist gegründet worden, das Auslandsgeschäft insbesondere zuerst mit dem Fokus Südamerika. Wir haben da christdemokratische Parteien unterstützt in Südamerika, ein ganz traditionelles Basisgeschäft der 70er, 80er Jahre, wo man natürlich sagen kann, na klar, da hat man Einfluss genommen in den Ländern, dass da christdemokratische Parteien sich entwickeln, da hat man Projekte gemacht und hat dann quasi die aufgebaut. Das ist natürlich schon eine Einflussnahme, würden wir sagen. Wenn jetzt irgendwie ein anderes Land kommt und in Deutschland eine Partei unterstützt und die aufbaut, würden wir auch ein bisschen kritisch sehen, sage ich mal so. Ja, macht doch Herr Trump gerade oder nicht? Ja, mal gucken. In Wenz ist er gerade nach Budapest geflogen. Zwingen wir nicht so gut, ne? Unsere Sache ist die, wir arbeiten nach Zielen. Also wir sind ja richtigerweise vom Steuerzahler finanziert, ob das richtig ist, ist grundsätzlich gut so, weil das eine Unabhängigkeit schafft, aber es wurde richtigerweise festgestellt, so wollte ich es dann ausdrücken. Und wir haben nach Zielen und arbeiten wir ein, z.B. die europäische Einigung zu stärken. Das heißt, dass Griechenland, dass Spanien, dass Deutschland gemeinsam Position entwickeln, dass solche Debatten, solche Kommunikationen, wie wir sie vor zehn Jahren erlebt haben an diesem Beispiel, die uns fast an den Rand des Zusammenbruchs in Europa gebracht haben, nicht wieder haben wollen. Wir wollen, dass sich christdemokratische Parteien, die FES hat das als sozialdemokratische Parteien, die Bölz bestimmt mit den grünen Parteien und die Rundruckslandung, ist das ein bisschen schwieriger, dass die quasi auch gemeinsame Debatten führen, dass sie sich austauschen. Das ist gewünscht, weil wir wollen, dass wir uns vernetzen in Europa, gerade von deutscher Seite aus. den wissenschaftlichen Austausch gerade und das Expertenwissen im außen-und sicherheitspolitischen Bereich stärken. Ja, wir wissen, da gibt es Defizite. Und ja, es ist, glaube ich, feststellbar, dass es nicht in jedem Land so eine gute finanzielle Ausstattung für Konferenzen gibt. Für Möglichkeiten, wo Experten, Stipendiaten, Studenten diskutieren können über außenpolitische Zusammenhänge. Außer es gibt dafür eine rein privat finanzierte Finanzierung, die es ja auch mittlerweile sehr stark gibt, diese Interessen. Und ich glaube, das macht auch Sinn, dass man formatisch unterstützt, wie zum Beispiel eine Sommerakademie an Universitäten in Ermoupolis, in Thessaloniki, im Delphi -Forum, dass es einen Thessaloniki Security Forum gibt, wo wir ein starker Partner sind, dass in Thessaloniki einmal im Jahr ein ganzer Sonntag lang debattiert wird mit 400 Menschen aus der Stadt. über die Zukunft der künstlichen Intelligenz, über die Außensicherheitspolitische Lage im Nahen Osten, über die Zusammenarbeit mit Deutschland. Das entwickelt, glaube ich, eine Gesellschaft und es würde vielleicht auch was fehlen, wenn man das nicht macht. Und deswegen ist es gut, glaube ich, dass wir dieses Instrument haben und dass sich der Gesetzgeber da auch weiter engagiert. Also du hattest die anderen, die Mitbewerber, sag ich mal, Ebert und Böll und Seidel hast du erwähnt. Und es gibt ja auch die Diskussion, also haben wir das überhaupt nötig oder haben wir überhaupt die Mittel, dass wir da zu fünfte oder sechs auftreten? Das kostet ja auch alles sehr viel Geld. Was ist denn für euch der Alleinvertretungsanspruch? Was ist das Argument, dass du sagst, ja, die Adenauer-Stiftung hat etwas, was andere nicht haben und was es lohnt, von der Steuerzahler unterstützt zu werden? Also ich glaube, was die Adenauer-Stiftung auszeichnet, das hängt natürlich erstens mit ihrer Größe zusammen, mit ihrer Erfahrung und mit dem Wissen, ist natürlich, dass wir weltweit sehr, sehr breit verteilt sind. Also wir haben 120 Auslandsbüros, das heißt, damit decken wir schon die ganze Welt sehr gut ab und wir haben überall einen guten Blick. Und die anderen Stiftungen haben erstmal weniger Büros. Die FESA hat um die 70, die Bölz, die gehen um die 50, 40, die konzentrieren sich dann eher auf Länder, auch wo sie Partner haben. Und damit wird schon der Blick viel weniger. Wir haben uns bewusst entschieden, auch in gewisse Büros zu gehen, auch gewisse Standorte offen zu halten, um dort einen Blick zu haben. Wir haben alleine in China zwei Büros. Das heißt, wir können aus China berichten, wir wissen, was da im Land passiert. Wir können diese Expertise an Unternehmensvertreter geben. Wir können Einschätzung an Entscheidungsräte geben, an die Regierung, an die Botschaft, weil wir dort in den Ländern auch präsent sind. Wir hatten bis zum Schluss auch als einzige Stiftung ein Büro in Kabul. Wir sind im Libanon vertreten, wir bauen jetzt gerade wieder ein Büro in Syrien auf, um dort Kontakte zu schmieden zu entsprechenden politischen Kräften. Wir haben einen Mitarbeiter in Mali, der den gesamten Sahel abdeckt. Das heißt, wir haben dort jemanden, der da regelmäßig berichtet. Es gibt da keinen Journalisten, weil sich das viele Medien auch nicht mehr leisten. Natürlich gibt es auch keine Nachrichtendienstliche Informationen über Partnernetzwerke, aber es gibt keinen, der da auch mal eine politische Analyse macht, der einen Zugang hat. Südamerika das gleiche. Das ist ein großer Vorteil, den wir da haben und auch wieder eine Repräsentanz Deutschlands dadurch dargestellt wird. Wir haben ja nicht nur die berichtende Funktion nach Deutschland. oder nach Europa, wenn man so will, sondern auch natürlich zu erklären, was passiert sind gerade in Europa bzw. in Deutschland, um da Debatten zu führen in den Ländern und sie bei uns ein Stück weit aufzuhalten. Gerade Südamerika, die wollen wir doch an Europa binden, auch in Amerika, US auch. Ich möchte jetzt noch ein bisschen zurück, wir kommen so langsam in den letzten Bereichen, das sind die deutsch-griechischen Beziehungen. Ich habe mich ein bisschen vorbereitet und mal so ein bisschen Aussagen von dir auch aufgeschrieben und will mal das mit dir besprechen. Nach dem Besuch einer hochrangigen Delegation aus dem Bundestag, ich war damit involviert, da war auch der Jens Spahn dabei und dein Freund Hilman Kuban, hast du auf Facebook geschrieben und ich zitiere dich jetzt, Griechenland ist und bleibt der wichtigste Partner für Deutschland und Europa. Wichtigst. Ich werde immer vorsichtig, wenn ich diesen Superlativ höre. Das war im Februar 2023, du warst gerade hier, würdest du das heute genauso schreiben? Ja. Das müsstest du uns erklären. Der wichtigste Partner. Wenn wir auf Prioritäten setzen, was ist, was ist, also erstmal in Europa sind wir alle wichtig miteinander. 27 Mitgliedstaaten, da darf es keiner fehlen. Man muss ja sagen, wenn man Wichtigster sagt, muss man eine Priorität haben. Warum ist der eine wichtiger als der andere? So, da kann man ja tausend Gründe finden, warum Frankreich wichtiger ist als Italien, als Polen, als Deutschland. Für mich als konservativen Politiker, und wir sehen es ja in diesen Tagen, jemand der auch im Innenausschuss geprägt ist, dass ein Vater bei der Polizei war, meine Schwester arbeitet bei der Polizei, der Rettungssanitäter ist, ist für mich die Sicherheit das A und O. Die Grundaufgabe des Staates ist die Gewährleistung von äußeren und innerer Sicherheit. Und danach kommt der Rest. Was will ich mit einer guten Bildung, wenn ich einmarschiert werde? Was bringt mir ein gesundheitliches System, wenn ich denn nicht klaren Smarodieren durch die Innenstädte rennen? Sicherheit ist A und O. Und da muss man sagen, wenn wir jetzt ein Beleg brauchen, wer hier ein sicherheitsstarker politischer Partner in Europa ist, dann kommen wir ganz schnell auf Griechenland. Das haben wir jetzt bei der Zypern-Frage gesehen, das haben wir bei der Sicherung der Handelswege gesehen mit den Huthi -Rebellen bei Aspides. Das ist natürlich eine Sichtweise oder eine Prägung, die ich in den letzten dreieinhalb Jahren auch aufgenommen habe, aber ich würde immer noch sagen, und das war natürlich auch um die Abgeordneten Jens Spahn und Tilman Kuban zu überzeugen, diesen Blick auf Griechenlandslasten, dass dieser Bogen gerade den Griechenland wieder und jetzt unter Beweis gestellt hat, gerade vor dieser aktuellen Kolusse, auch mit den Patriot auf Karpathos Richtung Bulgarien, Saudi -Arabien, dieser Bogen der Stabilität, der sich hier in Südosteuropa, Südeuropa durch Griechenland gebildet hat, der ist wichtig für Europa und das ist für Deutschland ein ganz, ganz wichtigster Partner. Es gibt nur ein Beispiel. Patriot -Systeme sind ja jetzt jedem bekannt mittlerweile, er hat noch vor drei Jahren auch nicht gedacht, dass jeder weiß, was ein Patriot -System ist. Was meinen Sie denn, wo kann man in Europa mal mit diesem System üben? In Saudi -Arabien? Ne, auf Kreta. Ne, wir meinen üben, das heißt üben heißt nicht simulieren, sondern man schießt wirklich mal das ab. Kreta. Gibt auf Kreta einen Übungsplatz, einen Übungsplatz würde man sagen, damit kann man dann schießen aufs Meer und diese Teile werden auch eingesammelt hinterher, die bleiben da nicht als Schrott. Da gibt es alleine drei Bundeswehrdienstposten auf Kreta, die jedes Jahr die große gemeinsame europäische Übung organisieren, dass dort Patriot -Schießen stattfinden kann. Das sind so Informationen, die Marien hat und nicht viele andere und das ist auch keine Nachrichtendienstliche Information, das ist alles erlesbar, da steht immer große Übungsländer. Aber das kann man halt hier machen, weil Griechen hat auch ein Bewusstsein, hier würde auch keiner diskutieren, oh, was ist mit Umweltschutz und ist das nicht zu laut und kommen das nur zwischen 6 und 11. Uhr machen und dann, na ja, fragen Sie mal, was in Mecklenburg los ist in den Truppenübungsplätzen, wie da diskutiert wird. Ich kenne die Diskussion aus Nordsachsen, da wollten die Truppen, die Bundeswehr wollte 12 mal, wollten sie auf einer Graslandepiste das Üben auf Graspisten üben, aber das muss man halt ab und zu mal üben. Wenn man im Auslandseinsatz ist, da gab es Riesendiskussionen davor. Die letzten zwei Jets über Torgau geflogen im Tiefflug, das muss man auch ab und zu mal üben. Da gab es eine Diskussion im Lärmschutz, sofort eine Anfrage bei Facebook, die Zeitung berichtete und so Riesendebatte darum, ja. Na ja. Gut, ich habe jetzt noch ein zweites Zitat. Gerne. Scriptum mahnend, als Bundeskanzler Scholz in Athen war, Oktober 22, da warst du wieder noch relativ neu hier, da schriebst du dann als KAS-Vertreter, wir sind solidarisch mit Hellas. Wenn es um die Angriffe aus der Türkei und den Schutz der EU -Außengrenzen geht, das hört sich gut an, meine Frage nur, nehmen deine griechische Partner dir diese Position ab? Ist das nicht einfach dahingesagt und nicht mit Fakten hinterlegt und gedeckt? Ich würde sagen, sie nehmen sie immer mehr ab, weil natürlich ist die entscheidende Frage, diese Worte, wir sind solidarisch, wir sind dabei, wir sind in Europa zusammen, muss man am Ende des Tages, und das geht natürlich auch zurück auf die erste Frage, mit Ergebnissen belegen. Natürlich ist dann im Endeffekt die Frage, ist man bereit, hier für die Sicherheit auch Griechenlands einzutreten? Für die Sicherheit Zyperns treten wir ein. Deutschland hat zwischen Zypern und Libanon im Rahmen der UNIFIL Fregatte, die auch unterstützt hat, als es jetzt um die Abwehr der beiden Drohnen, der Detektion von Drohnen Richtung Zypern geht, ganz klar, und wir haben die Das Boot, die Tender Elbe, das ist ein Schiff, über 100 Meter lang, hatten wir auch einen Podcast gemacht, der in der Gehäste ist, der einfach präsent ist, der die Griechen und Türken zusammenbringt. Deutschland ist ein, also erstens musste sich Deutschland, glaube ich, erst mal in den letzten drei, vier Jahren daran gewöhnen, wieder präsenter zu sein, was die Außen-und Sicherheitspolitik angeht, auch Assets zu bringen. Vorher hat es gereicht, wir sind solidarisch, wir schreiben den Scheck und dann ist das Ganze erledigt. Ja, vielleicht noch die kolische Außenpolitik, kann man so beschreiben, der 90er -Jahre. Und jetzt lernt man, wir müssen was liefern und das zeigen wir auch an. Und deswegen gab es auch schnell die entsprechenden Telefonate, als jetzt diese Krise, und ich nutze das halt gerne, weil es, glaube ich, vielen gerade präsent ist. Es gab schnell die Absprache, okay, die Südeuropäer kümmern sich um die Südseite, die Spanier schicken was, die Franzosen schicken was, die Niederländer schicken was, die Italiener. Und wir sind für die Ukraine und Norden. Weil natürlich hätte man nicht gleich sagen können, oh, wir müssen jetzt in Nordeuropa die Fregatten abziehen und noch die Patriot -Systeme, das hätte nicht funktioniert. Weil da ist diese Flanke offen. Aber nee, man kann sich absprechen, wir sind ja auf einem Kontinent, die einen machen das, die anderen machen das. Und keiner wirft dem anderen deswegen vor, dass er ja nicht hilft. Also machen alles paletti, gar kein Problem in den deutsch-griechischen Beziehungen. Die deutsch-griechischen Beziehungen sind ja, sie sind glaube ich in einem großen guten Stand. Alles paletti, wenn man sagt, alles paletti ist es nie, es gibt immer Möglichkeiten zur Verbesserung und immer neue Ideen und neue Projekte. Aber ich glaube, wir sind in Deutschland mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo wir sagen können, außen-und sicherheitspolitisch zumindest. Da gibt es ein immer stärkeres Erkenntnis, dass wir ja auch gegenseitig helfen können. Und ich hoffe und wünsche mir, dass es da beim Thema gerade Verteidigung, weil das auch ein wichtiges Thema für Griechenland ist, dass es da auch jetzt die nächsten Schritte geht und vielleicht schon ein gemeinsames Verteidigungsabkommen kommt. Da ist ja Luft nach oben. Ich meine, es gibt kein Verteidigungsabkommen und die Griechen haben ein Verteidigungsabkommen mit Saudi -Arabien und mit den Vereinigten Arabischen Imperaten, aber nicht mit dem wichtigsten Partner in Europa, das Deutschland ist. Das ist doch eigentlich ein bisschen skurril, oder nicht? Das ist skurril und das hängt, glaube ich, an einer alten, an einem Stück weit überholten… Und Deutschland hat eins mit Italien. Deutschland hat eins mit Italien. Es hängt, glaube ich, mit der alten… Politik zusammen, dass man versucht hat, immer ein Ausgleich zu haben zwischen Griechenland und Türkei. Ich glaube, das hat einen großen Einfluss. Eben, ich nehme wahr, dass es eine verändernde Denkweise gibt, was natürlich aber eine Zeit braucht, bis sich das so wirklich umsetzt. Und ich glaube, so ein Verteidigungsabkommen kann auf vieler Hinsicht für Deutschland und Griechenland gut sein. Griechen würden gerne mehr mit Deutschland machen, mit Deutschland sind wir zurückhaltend. Und natürlich kann man über so ein Verteidigungs-und Solidaritätsabkommen dann auch Zugänge gewinnen. Denn natürlich sagt Griechenland, ja, wieso sollen wir denn in Deutschland was kaufen? Helfen die uns in Zweifel auch, dann gehen wir doch lieber zu den Staaten, Israel, die im Zweifel auch was bringen. Und deswegen waren diese ganzen Maßnahmen, die man auch getroffen hat, jetzt gezeigt hat, mit Zypern, wie man halt solidarisch auch wirklich mit Assets ist, wichtig für das deutsch-griechische Beziehung. Und ich sehe in diesem Hinblick zumindest im Bereich der Sicherheit einen positiven Blick nach vorne. Okay, dein Wort in Gottes Ohr, da habe ich meine Vorbehalte noch. Aber ich halte das mal hier hoch, das kennt ja hoffentlich alle. Das ist unser kleines Kampagnenplakat gegen die Schließung des griechischen Programms der Deutschen Welle. Es gibt nichts Gutes außer man tut es und du hast dich da für den Erhalt der griechischen Programms sehr eingesetzt. Und da hatten wir diese Petition, ich will das nicht ausführen. Was muss passieren in deinen Augen, dass dieser Beschluss nicht umgesetzt wird? Und siehst du da noch Chancen? Naja, was muss passieren? Also formell natürlich, dass der Grundfunkgerät der Deutschen Welle diesen Beschluss zurücknimmt. Also die machen einen Jahresplan, da gibt es ein Budget und da wurde beschlossen, dass man diese Sparte schließt. Und nun ist natürlich die Frage, wieso engagiert sich der jemand von der Adenauer-Stiftung dagegen? Und da gibt es nicht Leute, ja, wie kann jemand von der Adenauer-Stiftung da sich da engagieren? Das ist doch dann gegen die Regierung. Wer stellt die Frage? Na, gibt es ja Personen auch, die natürlich das Kritische sehen könnten, die sagen, Mensch, das ist doch gegen die CDU -Politik, das hat doch der Bundestag beschlossen, diesen Haushalt. Und demzufolge muss man auch da folgen als Regierungsstiftung. Ich glaube aber, das kann nicht der richtige Ansatz sein, weil wir erstens in einer Basis Demokratie leben und auch Beschlüsse falsch sein können. Und ich glaube, man hat diese Lenkung, die Wirkung gar nicht bedacht. Denn der Bundestag hat ja nur gesagt, wir stellen der deutschen Welle ab sofort so und so viel Geld zur Verfügung. Und sie muss entsprechend in ihren Bereichen auch das entsprechend umsetzen, einsetzen, verschiedene Sachen. Kein Bundestag, kein Regierungsmitglied hat ja gesagt, ihr müsst jetzt das Griechenland -Programm schließen. Dann muss man eine Entscheidung des Verwaltungsrates, des Rundfunkrates, auf Vorschlag der Intendanz der Deutschen Welle, weil man einsparen wollte, musste und hat man sich dafür entschieden. Man hätte sich wahrscheinlich woanders entscheiden können. Bei einem Volumen von 450 Millionen Euro muss die Deutsche Welle 21 Millionen Euro einsparen, 10 Millionen Euro kommen quasi, weil das der Gesetzgeber so vorgeschrieben hat, und weitere 10 Millionen durch Tariferhöhungen. 11 Millionen sind es, also zusammen 21 Millionen Euro. Bei 450 Millionen Euro, okay, das sind 5 Prozent, grob über den Daumen gerechnet. Das Griechenland -Programm macht 700.000 Euro aus. Also von 450.000 Euro, 700.000 Euro. 400 Millionen. 400 Millionen, ja. 700.000 Euro, das ist ja nicht mal, boah, das ist ja nicht mal ein Prozent, sondern die Hälfte. Das ist ja… Zwei Büros an der politischen Tiefung. Ja. Zwei Gehrtinstitute. Ja, als Beispiel, ja. Und das hat liegt bei einem anderen Volumen. Und da ist die Frage, ob man das natürlich auch nicht auf anderen Wegen herleitet. Und ich glaube, man schafft das schon. Und es gibt natürlich verschiedene Ursachen, warum man da das Griechenland -Programm genommen hat und nicht in eine andere Sprache. Man findet für jede Begründung Sprache in der Begründung, warum man sie schließt oder nicht schließt, wenn man das möchte. Und ich glaube, man war ein bisschen überrascht über die griechische Reaktion. Man hatte gedacht, das läuft ja jetzt in Griechenland, also gut, wir brauchen das nicht mehr. Und dann war man ein bisschen überrascht, dass auch Griechenland und Zypern da so auf Kontraposition hervorruft. Auf hoher politischer Ebene. Auf aller politischer Ebene. Also wir sprechen ja von allen Parlamentspräsidenten, von den Staatspräsidenten, von den Regierungschefs, das auf allen Ebenen adressieren. Und ich glaube, es gibt Möglichkeiten, dass wir. dass wir das auch wieder um, dass es umgedreht wird, dass sich das verändert. Es gibt da mehrere Personen, die da aktiv sind im Verwaltungsrat der Deutschen Welle, in der Bundestagsfraktion, der Unionsfraktion, die das Ganze aufnehmen, oft Botschafter -Ebene. Unsere Petition hat alleine, die schafft den Raum, immer wieder darüber zu berichten, dass man auch sich das Leute unterschreiben kann. Ja, man will manchmal irgendwas tun. Ja, ich will jetzt mal unterschreiben. Ich habe ein Zeichen gesetzt für uns, dass gut beim Einsammeln, weil wir können sagen, wir haben einen Minister unterschrieben, wir haben einen Abgeordneten unterschrieben, die evangelische Gemeinde auf Rottos hat unterschrieben, da habe ich die Listen jetzt bekommen. Und das ist eigentlich eine gute Sache, um zu zeigen, hier geht es auch um mehr. Und man hat natürlich diese Aufmerksamkeit, die so eine Kampagne dann einfach auch ab einem gewissen Punkt immer braucht. Und ich glaube schon, ich bin zumindest positive gestimmt, das motiviert mich. Meine Frau sagt immer, ich bin immer zu optimistisch, aber ich denke immer, es ist besser zu optimistisch zu sein, als immer zu negativ alles zu sehen, als zu pessimistisch. Dass man Richtung Sommer dann noch mal eine Möglichkeit schafft, wo es glaube ich darum geht, dass man das Programm offen hält, vielleicht muss man ein bisschen dann einspannen an der einen oder anderen Stelle, gegebenenfalls. Auch nochmal Fragen, auch an die griechische Seite, das ist glaube ich wichtig. Was kann ein Grieche denn noch tun für das griechische Programm der deutschen Welle? Nicht für uns, also nicht für die Deutsche sprechen. Klingt jetzt erstmal hart, aber ist so. Also zum Beispiel als jetzt da vor einigen Jahren im Kabelfernsehen zu Gunsten von Euronews die deutsche Welle rausgenommen wurde aus dem Empfang. Das ist jetzt eine relativ einfache Sache. Also Sie können ja, wenn Sie Kabelfernsehen haben, haben wir, da hatten wir dann TV5Monde und BBC und Euronews. Da würde die Deutsche Welle eigentlich gut reinpassen. Ist nicht mehr. Ja, wie ist das mit Sky? Kann man vielleicht den Vertrag nochmal prüfen, dass man sagt, die Deutsche Welle finanziert ja de facto ein Sky -Büro, Außenstelle in Berlin mit, was gut für uns ist, um uns auch darzustellen und Positionen zu bringen, gibt es da Möglichkeiten der Kooperation. Das muss man, glaube ich, auch nochmal ansprechen, auch adressieren, dass das nicht so eine, ich sag mal jetzt nur eine Geschichte der Deutsch, der Philhellenen ist sozusagen, der deutschen Philhellenen und der deutschen Politik und auch nochmal die Griechen nochmal ein Angebot machen können, weil damit kann man auch gut argumentieren. Und ich sage halt außenpolitisch, wir müssen uns das halt europaleisten, so eine Sprachprogramme zu haben, weil damit wird Politik gemacht, weil wenn die Deutsche Welle rausgeht, dann kommt das. Das griechischsprachige Programm des chinesischen Fernsehreihen, dann kommt das griechischsprachige Programm des russischen Fernsehreihen und was die für einen Inhalt liefern, das können wir uns ja gut vorstellen, mit welcher Zielrichtung. Und das kann uns, glaube ich, nicht gefallen. Also ich glaube, das war eine sehr, sehr deutliche Ansage, vielen Dank nochmal. Wer dieses noch nicht unterschrieben hat, dann können Sie gerne an uns herantreten. Wir kommen jetzt noch mal zum Ende. Jetzt geht es zu wie beim Fernsehen. Ich formuliere den ersten Teil der Frage und du musst den Satz dann vervollständigen. Jetzt nicht noch lange Ausschweifungen, sondern zack zum Punkt. So wie im Fernsehen, ne? Gut. Drei Fragen. Die erste Frage. Frankreich und die USA sind bei den Griechen wesentlich beliebter als Deutschland, weil Sie Waffen und Schiffe liefern. Wenn ich für 24 Stunden griechischer Ministerpräsident wäre, würde ich als allererstes … Das Rettungswesen reformieren. Sehr gut. Und das Rettungswesen reformieren. Und nun der absolute Knaller aus der bekannten Yiasas Adenauer -Serie. Meine griechische Lieblingsinsel ist … Naxos. Naxos, okay. Dankeschön. Und damit sind wir am Ende dieser besonderen Folge von Yiasas Adenauer. Dreieinhalb Jahre Griechenland liegen hinter uns, 51 Folgen Yiasas Adenauer ebenso. Viele Begegnungen, viele Diskussionen, Reisen und Erfahrungen. Das Land hat beeindruckt und für mich mehr als ein Arbeitsplatz. Ich blicke voraus auf meine nächste Stelle im Ramallah; in Jerusalem wohnen, mit Zuständigkeit für das Westjordanland, Ost-Jerusalem und die Gazastreifen. Eine wirklich mindestens ebenso spannende und neue Herausforderung für mich. Vielen Dank an alle, die diesen Podcast begleitet haben. Danke für eure Nachrichten, eure Unterstützung und die vielen Gespräche in den letzten Jahren. Alle Informationen zu dieser Folge findet ihr wie immer in den Show Notes. Wenn euch der Podcast gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und natürlich darüber, wenn ihr Yiasas Adenauer weiter empfehlt. Die Redaktion, das Kass Team Athen, die Produktion, Studio Schumann Leipzig, der Interviewpartner Doktor Ronald Meinardus. Ich bedanke mich, Efcharisto poli, macht's gut und na iste kala, herzlichs, euer Marian.

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